Kennengelernt haben sich Saya und Mireille vor knapp zehn Jahren in der JG. Jetzt sind sie die Grandes Dames der Bezirkspolitik und damit ein Vorbild für viele.
„Die Innere Stadt wieder zu einem Wohnbezirk zu machen“, fordert Mireille Ngosso, designierte Bezirksvorsteher-Stellvertreterin der Inneren Stadt. Immer mehr Privatwohnungen werden dauerhaft auf Online-Plattformen angeboten. Als Lösungsansatz kann sich Ngosso „eine Beschränkung der Vermietungsdauer von 60 Tagen im Jahr vorstellen.“

Leistbarer Wohnraum spielt auch für die designierte Bezirksvorsteherin im Alsergrund eine große Rolle. Ein Megaprojekt, das auf sie zukommt: die Neugestaltung des Althangrunds. „Wir fordern, dass die Hälfte der angebotenen Wohnungen für sozial Schwächere leistbar wird,“, so ihre Kampfansage an den Investor.

Mireille und Saya verbindet nicht nur eine langjährige Freundschaft, sondern auch ihr politisches Engagement. Beide waren in ihren Bezirken JG-Vorsitzende, sind im Frauenkommittee
aktiv und bis zu ihrer Angelobung Bezirksrätinnen. Zudem sind sie Vorbilder für eine neue Generation von WienerInnen. Die in Kinshasa (Kongo) geborene Mireille ist am Schöpfwerk aufgewachsen und jetzt Ärztin. Saya, in Kirkuk (Irak) geboren, ist in Klagenfurt aufgewachsen und kam nach der Matura zum Studium der Internationalen Entwicklung nach Wien.
Dass sie seit Bekanntgabe ihrer neuen Ämter mit einer Welle von Rassismus und Hetze konfrontiert sind, wundert beide nicht. In verschiedenen Lebensbereichen mussten sich die beiden immer wieder gegen Rassismus und Hass wehren. Eine leidvolle Erfahrung, die sie an ihrem Credo festhalten ließ: nicht unterkriegen lassen und weiterkämpfen.

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